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Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 4

Standarte des Regiments

Das Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 4 war ein Kavallerieverband der Preußischen Armee

Inhaltsverzeichnis

Organisation und Verbandszugehörigkeit 1914

Kommandierender General: General der Kavallerie August von Mackensen
Kommandeur: Generalleutnant Henning
Kommandeur: Generalmajor von Unger
  • Stiftungstag: 1. Oktober 1906

Aufstellung

Durch Allerhöchste-Kabinetts-Order (A.K.O.) vom 1. Juli 1906 wurde zum 1. Oktober des Jahres die Aufstellung eines weiteren Jäger zu Pferde Regiments zu je fünf Eskadrons befohlen.

Zu dieser Aufstellung mussten abgeben:

  • das Husaren Regiment Nr. 5 die 2. Eskadron
  • das Ulanen Regiment Nr. 8 die 2. Eskadron
  • das Grenadier Regiment zu Pferde Nr. 3 die 1. Eskadron

des Weiteren wurden die bisher selbstständigen

  • Eskadrons Jäger zu Pferde Nr. I und XVII in das neue Regiment eingegliedert.

Als Garnison wurde die Stadt Graudenz zugewiesen.

Erster Weltkrieg

Nach der Mobilmachung im Juli 1914 wurde der Regimentsverband aufgelöst und die Eskadrons – ihrer Bestimmung als Melde- und Verbindungsreiter gemäß – auf verschiedene Infanterie-Divisionen aufgeteilt.

Die Eskadrons wurde ausschließlich im Osten eingesetzt und versahen ihren Dienst in Russisch-Polen, Galizien, Rumänien und Kurland. Der Kavalleriestatus blieb bis Kriegsende erhalten.

Die Tradition des Regiments ĂĽbernahm in der Reichswehr die Ausbildungs-Eskadron des 5. (PreuĂźisches) Reiter-Regiments in Stolp.

Uniform

Muster wie KĂĽrassiere, jedoch mit folgenden Ă„nderungen:

  • GraugrĂĽner Koller (ab 1910) Waffenrock mit schwedischen Aufschlägen, Aufschläge und alle Vorstöße hellgrĂĽn, Schulterklappen jedoch mit hellblaue Vorstöße als Abzeichenfarbe. Um Kragen und Aufschläge verliefen hellgrĂĽne Borten, die einen breiten Mittelstreifen und schmale Randstreifen in der Abzeichenfarbe hatten. FĂĽr Offiziere bestand der Besatz in goldener oder silberner Tresse mit schmalen Randstreifen in Abzeichenfarbe.
Feldmütze: Von graugrüner Farbe mit hellgrünen Besatzstreifen und hellblauen Vorstößen
  • Helm: Ă„hnlich wie KĂĽrassierhelm, aus geschwärztem Stahlblech mit Dragoneradler. Ränder mit neusilbernen Einfassungsschienen. Spitze wie Dragonerhelm mit kleeblattförmigem Aufsatz. (Offiziere mit gekehlter Spitze wie KĂĽrassier-Offiziere.) Gewölbte Schuppenkette aus Tombak.
  • KĂĽrassier Stiefel aus naturbraunem Leder
  • Lanzenflagge. WeiĂź-Schwarz

Kommandeure

Dienstgrad Name Berufung Abberufung[1]
Oberstleutnant Hermann Heidborn 1. Oktober 1906 26. Juni 1908
Major Georg Saenger 27. Juni 1908 21. März 1913
Major Hugo von Loen 22. März 1913 10. November 1914
Major Eberhard von Schroetter 11. November 1914 17. Juni 1917
Major Wilhelm KĂĽgelgen 18. Juni 1917 1919

Literatur

  • Hugo F.W. Schulz: Die PreuĂźischen Kavallerie-Regimenter 1913/1914. Weltbild Verlag 1992.
  • Stefan Rest (Hrsg.), JĂĽrgen Kraus: Die deutsche Armee im Ersten Weltkrieg. Ingolstadt 2004.

Einzelnachweise

  1. ↑ Günter Wegmann (Hrsg.), Günter Wegner: Formationsgeschichte und Stellenbesetzung der deutschen Streitkräfte 1815–1990. Teil 1: Stellenbesetzung der deutschen Heere 1815-1939. Band 3: Die Stellenbesetzung der aktiven Regimenter, Bataillone und Abteilungen von der Stiftung bzw. Aufstellung bis zum 26. August 1939. Kavallerie, Artillerie, Pioniere, Kraftfahr- und Fahr-Abteilungen, Panzertruppe, Verkehrstruppe und Nachrichten-Abteilungen. Biblio Verlag. Osnabrück 1993. ISBN 3-7648-2413-1. S. 192.
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